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Camping mit Hund am Berg

Letztes Wochenende war es so weit!

Unsere erste Übernachtung mit Zelt am Berg stand bevor. Ich habe schon ewig davon geträumt mal am Berg zu schlafen, umso mehr freute ich mich darauf dieses Abenteuer gemeinsam mit meinem Hund Ozzy zu erleben.

 

 

Vorbereitungen

Es ist ganz wichtig, sich im Vorhinein zu erkundigen, wie die rechtliche Situation in dem jeweiligen Bundesland aussieht, wo man campieren möchte.
Grundsätzlich gibt es zwar die Regelung in Österreich, dass alpines Biwakieren (also in einem Biwaksack) über der Baumgrenze, im sogenannten Ödland erlaubt ist. Dazu zählt jedoch eine geplante Übernachtung, vor allem im Zelt, nicht. Daher erkundige dich unbedingt vor deinem Abenteuer, wo du problemlos campieren kannst, oder ob du eine Genehmigung dafür bräuchtest. In einigen Bundesländern muss man mit sehr hohen Strafen rechnen, wenn man gegen die Vorschriften verstößt.

Wir haben uns also ein schönes Plätzchen in der Steiermark ausgesucht, wo wild campieren über der Baumgrenze nicht ganz verboten ist, sondern eher eine Grauzone darstellt.

 

Gesagt getan, wurde am Vorabend der 38-Liter Rucksack gepackt.

Ich liebe meinen Rucksack von Ortovox: Ortovox Peak Light 38S *

 

 

 Was unbedingt in euren Rucksack muss für eine Übernachtung am Berg:

  • Zelt
  • Schlafsack (ich hab einen super leichten Schlafsack von Alpin Loacker *, der gleichzeitig auch bei winterlichen Bedingungen richtig warm hält) 
  • Isomatte (auch hier hab ich eine richtig tolle aufblasbare ultraleichte Outdoor Isomatte * von Alpin Loacker mitgehabt)
  • Hundefutter
  • Ausreichend Wasser
  • Hundenapf
  • Handtuch
  • Jause
  • Kleiner Gaskocher und Kaffee
  • Warme Kleidung (am besten mehrere unterschiedlich dicke Schichten)
  • Erste Hilfe Paket

 

Meinen Hund Ozzy habe ich bereits 2 Wochen vor der Tour begonnen die Kräutermischung Bewegungsfreude täglich zum Futter dazu zu füttern, damit er auch so richtig fit ist für den Berg.

Bepackt und voller Motivation ging es dann Samstag gegen frühen Nachmittag los. Die Tour war geplant mit ca. 2 Stunden Gehzeit und an die 450 Höhenmetern.

Campiert haben wir letztendlich auf knapp 2000 Metern Seehöhe.

Der Aufstieg war super schön, die Landschaft herrlich und die Hunde voller Begeisterung.

Einige Wanderer, die gerade beim Abstieg waren, begegneten uns und meinten „Hui, ihr wollt da oben schlafen? Da wird euch aber anständig kalt werden bei dem Wind!“

Da kamen dann doch ein paar Zweifel auf, aber letztendlich hatten wir ja 2 Hunde mit im Gepäck und somit war klar, im Notfall werden wir uns einfach gut zusammenkuscheln und gegenseitig wärmen.  

Der Aufstieg verlief zuerst durch einen gut riechenden Zirbenwald, danach über Almenland. Später wurde der Weg immer felsiger und bei den letzten Höhenmetern wurde uns dann nochmal so richtig warm. Aber beim ersten Blick auf den wunderschönen Bergsee, eingekesselt von steilen Wänden, war die Anstrengung im Sekundentakt vergessen und ein Glücksgefühl machte sich bei uns und den Hunden breit.

 

Brody, die Border Collie Hündin, war schnurstracks im eiskalten Wasser und schwamm ihre Runden. Ozzy bevorzugte es dann doch, nur seine Pfoten einzutauchen.

Wir entschieden uns, das Zelt gleich aufzubauen, um noch vor Eintritt der Dunkelheit damit fertig zu sein. Ein geeignetes Plätzchen direkt am Bergsee war gleich gefunden und das Zelt innerhalb von 10 Minuten aufgestellt.

Die Dämmerung hat dann recht schnell eingesetzt und ein richtig schönes rosarotes Licht auf den Himmel gezaubert. Wir haben es uns am See gemütlich gemacht und zu Abend gegessen. Die Hunde und auch wir selbst waren richtig hungrig, am Berg schmeckt das Essen sowieso immer am besten 😉

Wir hatten das Glück, einen klaren Sternenhimmel genießen zu können und zahlreiche Sternenbilder ausfindig zu machen. Der Mond war außerdem beeindruckend hell und wir sind eigentlich nie wirklich im Dunkeln gesessen.

Im Zelt haben wir uns dann in unsere Schlafsäcke gekuschelt, die Hunde haben sich dazwischen gelegt.

Ozzy war es jedoch definitiv zu kalt, er hat ja kein dichtes Fell und keine richtige Unterwolle. Brody als Border Collie hingegen hatte mit der Kälte gar keine Probleme.

Ich versuchte, Ozzy aufzuwärmen, indem ich ihn mit einer Jacke zudeckte. Aber er war wirklich etwas ausgekühlt nach dem ganzen Abend draußen im Freien bei doch recht frischem Wind. Nachdem er sogar etwas zu zittern begann, beschloss ich, ihn mit mir in meinen Schlafsack zu packen. Normalerweise würde er nicht so nahe bei mir schlafen wollen. Er kuschelt zwar sehr gerne, aber beim Schlafen liegt er dann doch gerne etwas abseits, um sich ausstrecken zu können. Aber es half nichts, also Schlafsack auf und Ozzy rein. Ich habe ihn quasi an meine Seite gelegt und dann den Schlafsack wieder zugezippt. Und als würde er wissen, dass es einfach notwendig war, um sich wieder aufzuwärmen, blieb er ganz ruhig und kuschelte sich richtig an mich. Er war super brav und ich habe diesen Vertrauensbeweis total genossen. Solche Momente schweißen Hund und Mensch definitiv noch enger zusammen.

Die Nacht im Zelt war dann doch etwas unruhig. Ozzy schlief zwar wie ein Stein, aber Brody machte der Wind, der immer recht heftig und laut über das Zelt fuhr, ziemlich nervös. Sie sprang immer wieder auf und kam nicht wirklich zur Ruhe. Trotz wenig Schlaf, standen wir früh genug auf, um einen traumhaften Sonnenaufgang am Berg zu erleben.

Das Sonnenlicht tauchte die Landschaft in ein saftiges rot. Ich werde mich glaube ich nie an Sonnenaufgängen satt sehen können.

Dann gabs Frühstück für die Hunde und für uns. Den Kaffee habe ich auf einem Felsen sitzend genossen, mit Ausblick auf den idyllischen Bergsee. Die Hunde waren gleich wieder munter und genossen ihre Freiheit.

Da wir doch etwas müde waren, machten wir es uns noch etwas gemütlich, bevor wir dann aber begannen alles abzubauen und uns auf den Rückweg zu machen. Für den Nachmittag waren Regenschauer angesagt und bis dahin wollten wir wieder unten im Tal sein.

Der Abstieg ging dann richtig flott.

Wieder zuhause angekommen waren wir alle „hundemüde“ aber glücklich 😊

 

 
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