Biologischer Zeckenschutz für Hunde – Natierlich

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Biologischer Zeckenschutz für Hunde

Mittlerweile müssen wir leider schon fast das ganze Jahr über mit den lästigen Plagegeistern leben.

Die Hauptsaison der Zecken beginnt jedoch mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr und endet meist erst im Spätherbst! In den heißen Sommermonaten erreicht die Zeckenpopulation dann ihren Höhepunkt. Wenn Hunde dann bei den Spaziergängen durch Wälder oder hohe Wiesen laufen, sammeln sie die Zecken regelrecht ein. 

Warum sind Zecken gefährlich für unsere Hunde?

  • Borreliose
    • Übertragungszeit: ca. 24 Stunden ab dem Zeckenbiss
    • Borrelien, die Auslöser der Borreliose, sind Bakterien und werden über den Speichel der Zecken auf den Hund übertragen
    • Häufige erste Symptome sind meist Abgeschlagenheit, Lahmheiten, Fieber, Appetitlosigkeit
  • Babesiose (auch Hunde-Malaria genannt)
    • Übertragungszeit: ca. 48 Stunden ab dem Zeckenbiss
    • Die Symptome ähneln denen einer Borreliose. Oft leiden die betroffenen Hunde auch an einer Blutarmut (Anämie), da es zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen kommen kann.
    • Die Babesien, die Auslöser der Hunde-Malaria, sind Einzeller und über einen Bluttest nachweisbar.
  • Anaplasmose
    • Übertragungszeit: ca. 24-48 Stunden ab dem Zeckenbiss
    • Durch das Bakterium Anaplasma Phagozytophilum wird die Krankheit ausgelöst. Es kommt zum Befall und zur Zerstörung der weißen Blutkörperchen.
    • Bei rechtzeitiger Diagnose erfolgt eine Antibiotikum-Therapie, manchmal ist die Gabe von Bluttransfusionen nötig.
  • FSME-Virus
    • Übertragungszeit: direkt nach dem Zeckenbiss
    • Hunde scheinen gegenüber der Infektion mit dem FSME-Virus im Gegensatz zum Menschen relativ resistent zu sein, dennoch treten manchmal Einzelfälle auf.
    • Meist kommt es zu einem schwerwiegenden Verlauf (Fieber, Apathie, Gehirnentzündung, Krampfanfälle, etc.).
  • Ehrlichiose (Zeckenfieber)
    • Die Ehrlichiose wird durch Bakterien (Ehrlichia canis) ausgelöst.
    • Übertragungszeit: ab ca. 3 Stunden ab dem Zeckenbiss
    • Akute bis chronische Infektionskrankheit, die vor allem im Mittelmeerraum auftritt.
    • Die Symptome können unter anderem Apathie, Appetitlosigkeit, Fieber, blutiger Urin, steifer Gang sein.
    • Häufig kommt es dabei auch zu Doppelinfektionen mit Babesien.
    • Auch die Ehrlichiose kann mit Anibiotika behandelt werden.

Was tun, wenn mein Hund eine Zecke hat:

  • So schnell wie möglich entfernen, am besten mit einer geeigneten Zeckenzange, so dass die gesamte Zecke mit Kopf entfernt werden kann

  • Ab zum Tierarzt, bei Fieber, Appetitlosigkeit, geschwollenen Lymphknoten und vorübergehende Lahmheiten und Lähmungserscheinungen.

  • Typisch für die Borreliose ist auch, dass die Symptome nach kurzer Zeit wieder weggehen, dann jedoch in Schüben wieder auftreten. Das bedeutet, erneut zeigen sich die Symptome und der Hund wirkt abgeschlagen.

 

Wie kann ich meinen Hund vor Zecken schützen?

Egal, für welchen Zeckenschutz du dich letztendlich entscheidest, ist es wichtig, dass du deinen Hund trotzdem nach jedem Spaziergang in der Natur gut nach Zecken absuchst!

Chemische Zeckenmittel

  • Es gibt Repellents, die abwehrend gegen Zecken wirken, wodurch die Zecken gar nicht mehr „anbeißen“ sollen. Und es gibt Insektizide, die abtötend wirken: Die Zecke stirbt ab, nachdem sie am Hund angebissen hat, wodurch Erreger wie z.B. Borrelien trotzdem übertragen werden können.

  • Beide Arten sind stark wirksam, bergen jedoch auch einige Gefahren in sich, denn solche Zeckenschutzmittel enthalten meist Wirkstoffe, die in Form von Nervengiften wirken.

  • Chemische Zeckenmittel können also nicht nur für die Zecken, sondern natürlich auch für unsere Hunde schädlich sein. Es kann zu vielen Nebenwirkungen kommen (u.a. Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Epilepsie, Lähmungen, etc.)

  • Die Nebenwirkungen können auch erst Wochen nach der Gabe auftreten.

  • Was diese Präparate im Laufe der Jahre im Organismus des Hundes bewirken, ist nicht bekannt.

Gibt es aber auch biologischen Zeckenschutz für Hunde?

Es gibt Kräuter und Pflanzen, die in der Zeckensaison zur natürlichen Unterstützung beitragen können, sie können jedoch niemals mit einem chemischen Zeckenschutzmittel (siehe oben) gleichgesetzt werden.

    • Zistrosenkraut
      • Zistrosenkraut kann zur Unterstützung einer gesunden Hautbarriere beitragen und sich positiv auf die Erhaltung eines gesunden Immunsystems auswirken. 
    • Bierhefe
      • Bierhefe kann zur Erhaltung eines gesunden Hautmilieus beitragen. Als positiven Nebeneffekt bekommt der Hund auch ein schöneres Fell. Bei empfindlichen Hunden können anfangs Blähungen oder leichter Durchfall auftreten, das gibt sich aber wieder.
    • Kokosöl
      • Kokosöl wird äußerlich angewandt und enthält Laurinsäure, die eine schwache Unterstützung in der Zeckensaison darstellen soll 
    • Schwarzkümmelöl
      • Schwarzkümmelöl soll auch zur Unterstützung in der Zeckenzeit beitragen können. 
      • Für Schwarzkümmelöl liegen derzeit jedoch keine geprüften Dosierungen vor.

Fazit: Chemische Zeckenmittel haben ihre Daseinsberechtigung, da hier eine abwehrende und zum Teil auch abtötende Wirkung gegen Zecken zugesichert werden kann. Hier muss jedoch aufgrund der stark insektiziden oder repellenten Wirkung auch mit möglichen Nebenwirkungen gerechnet werden, die sich im Laufe des Lebens eines Hundes negativ auswirken können. Wenn man versuchen möchte, seinen Hund auf biologische Art und Weise vor Zecken zu schützen, hat man die Möglichkeit diverse Kräuter und Pflanzen, sowie natürliche Zubereitungen einzusetzen. Jedoch kann bei diesen natürlichen Mitteln niemals eine Wirkung zugesichert werden. Solche natürlichen Mittel können als Unterstützung in der Zeckensaison gesehen werden. 

1 Kommentar

  • Wir haben das Zeckenmittel und bislang noch keinen Zecken, also wenn es so positiv weitergeht..herrlich. Wir ins Mittagsfressen hineingerührt und Hündchen schmeckt es👍👏👏

    Christine Wolf

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